2. Spieltag SV Blau-Weiß Stahl Freital II - SG Traktor Reinhardtsdorf 1:2

Der zweite Spieltag war von entscheidender Bedeutung für die Elf aus Reinhardtsdorf. Entweder man punktet und lässt den Tabellenkeller von Beginn an hinter sich, oder man läuft Gefahr wie letzte Saison wieder hinten rein zu rutschen. Vor allem galt es, das Tabellenschlusslicht der vergangenen Spielzeit nicht zu unterschätzen.

Die Aufstellung musste man aufgrund von Personalproblemen auf mehreren Positionen anpassen: Jens Hermann gab erneut sein Debut im Zentrum, zwischen den Pfosten stand Routinier Rene Richter. Die ersten Minuten verliefen unspektakulär,  beide Mannschaften starteten vorsichtig aus der Defensive. Reinhardtsdorf übernahm im Lauf der ersten Hälfte mehr und mehr das Mittelfeld und versuchte  Fussball zu spielen. Der Gastgeber stand jedoch sicher und versuchte bei Ballgewinn schnell über die Flügel zu Torchancen zu kommen. Die erste Großchance ließ Lars Schmittner aus zentraler Position, nach hoher Eingabe von Tom Feßke noch liegen. Nach gut einer halben Stunde eroberten die Gäste im Mittelfeld den Ball und Jens Hermann steckte präzise den Ball durch die Abwehrkette auf Schmittner. Dieser setzte sich 1:1 im Strafraum durch und schob aus spitzem Winkel ins lange Eck, 0:1 für Traktor! Stahl II wurde nun offensiver, attackierte deutlich eher und kam zu zwei guten Torgelegenheiten. Reinhardtsdorf spielte bis zur Halbzeit noch einige gute Kombinationen nach vorn, scheiterte aber jedes Mal und der gut gestaffelten Heimabwehr. So ging es mir einem knappen 0:1 in die Kabine.

Die Gastgeber starteten Hälfte zwei mit offensivem Pressing und hochstehender Abwehr. Nach einem Ballverlust in der reinhardtsdorfer Hälfte trieb erneut Jens Hermann den Ball nach vorn und steckte erneut auf Schmittner durch. Der zog aus gut 20m ab und traf etwas glücklich per Flachschuss zur 0:2 Führung. Beflügelt vom zweiten Treffer spielten die Gäste weiter nach vorn. Besonders erwähnenswert der 17jährige Franz Bretschneider, Sohn von Vereinslegende Andre Bretschneider, der sich bei seinem ersten Männereinsatz im zentralen Mittelfeld stark präsentierte. So kamen in den folgenden Spielminuten Moritz Ehrlich und nochmals Lars Schmittner zu hochkarätigen Abschlüssen, dass 3:0 wollte aber nicht fallen. Die letzten 20 Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern. Vor allem über die Außenbahn machte Stahl II nochmal Druck und belohnte sich nach ungeschickter Kopfballabwehr von Schmittner mit dem Anschlusstreffer. Ab da kam Traktor kaum noch aus der eigenen Hälfte, ließ jedoch auch nichts mehr zu. Rene Richter parierte kurz vor Schluss noch einen sehenswerten Fernschuss auf’s lange Angel, dann kam der erlösende Pfiff.

Reinhardtsdorf gewinnt verdient 1:2 und katapultiert sich auf Tabellenplatz 3. Mit dieser Ausgangsposition kann man ohne große Anspannung ins nächste Heimspiel gegen Topfavorit Sebnitz gehen!

Zurück