Vereinschronik der SG Traktor Reinhardtsdorf

Vereinschronik der SG Traktor Reinhardtsdorf

Neugründung im Vereinszimmer der Hoffnung in
Reinhardstdorf 1946 im März.

Anwesend waren:
Paul Viehrig (Bürgermeister von Reinhardtsdorf), Erich Hering (Kunstmaler), Helmut Schindler (Angestellter), Walter Wicikowski (Arbeiter, Fussballer), Willi Martan (Jugendleiter)

Der Steinbruch Reinhardtsdorf stiftete uns einen Waschtrog aus Sandstein gemeißelt. (Breite: 1.5m Höhe: 0.4m Tiefe: 0.4m)

Dieser wurde am Hydranten aufgestellt und diente den Spielern als Waschgelegenheit. Vom Steinbruch angeregt, baute uns der Kisten-Schneider aus dem Hirschgrund eine 2-Raum-Umkleidekabine mit den Maßen (Breite: 4m, Höhe: 2.5m, Tiefe: 2m).

Im Jahr 1947 veränderten wir die Spielfläche. Zu diesem Zweck wurde uns von unserem Patenbetrieb, der Staatlichen Forstwirtschaft Königstein ein Stück des angrenzenden Waldes übertragen. Die Planierungsarbeiten übergaben wir der Firma Weißbach Bad Schandau und mit vielen Aufbaustunden der Sportler und Anhängern wurde eine etwa 90m x 60m große Spielfläche geschaffen. 15000 DDR-Mark wurden durch die Laienspielgruppe der Jugendlichen mit dem Theaterspiel: "Ein Tag im Rundfunk" erwirtschaftet.

Da wir den Waldboden urbar machen wollten, versuchten wir auf dem Boden Gras auszusäen, was leider zu keinem guten Ergebnis führte. Die Reichsbahn machte uns den Vorschlag die Fläche mit Eisenbahnschlacke aufzufüllen. Da die Reichsbahn den Transport der Massen übernahm, hatten wir keine Unkosten. Aber es war schon eine Zumutung, auf so einem Platz zu spielen und zwar über einen Zeitraum von 57 Jahren bis 2004.

Ein großer Fortschritt wurde der Aufbau einer Arbeitsdienstbaracke, die durch die Initiative der Sportfreunde Paul Berger (Bauingeneur) und Herbert Kretzschmar (Bürgermeister) aus Heidenau übernommen wurde. Erweiterung der Baracke durch das Lampenwerk Bischofswerda.

Bemerkenswert war auch die Tatsache, dass zwischen dem Lampenwerk und unserer BSG Traktor ein Vertrag abgeschlossen wurde, der es dem Lampenwerk gestattete in den Monaten Juli bis August, das Sportlerheim als Ferienlager zu nutzen. Als Gegenleistung baute der VEB eine Küche und einen Geräteschuppen an. Die Küche wurde durch unsere BSG genutzt und verbesserte die Gastronomie wesentlich.

[Quelle: Walter Wicikowski]