Fußballspielbericht vom 26. und letzten Spieltage der Kreisliga A in der Saison 2024/2025
Am Sonntag, dem 22.06.2025, versammelten sich Spieler, Anhänger und Getreue auf dem heimischen Sportplatz zu Reinhardtsdorf, allzeit ehrfurchtsvoll „Waldstadion“ genannt, um dem letzten Akt dieser denkwürdigen Fußballsaison beizuwohnen. Es war der 26. Spieltag der Kreisliga A – der letzte, der entscheidende.
Noch ehe der Anpfiff durch den Unparteiischen ertönte, wurde das Trainerteam um Lukas Lösel und Martin Milowsky, mit warmen Worten und ehrlichem Applaus verabschiedet – ein kurzes Innehalten, ehe der Ernst des Abstiegskampfes wieder seine Ketten rasseln ließ.
Denn die Lage war ernst wie selten: Zwei Mannschaften, namentlich SV Wesenitztal II. und BSG Stahl Altenberg I., hatten ihr Schicksal als Absteiger bereits besiegelt. Doch der dritte Platz am Tabellenende war noch offen – ein wüstes Ringen unter vier Mannschaften, allesamt mit 21 Punkten ausgestattet. Wir, der Verein aus Reinhardtsdorf, standen mit dem schlechtesten Torverhältnis am Abgrund und wussten: Nur mit einem Punktegewinn gegen die Spielgemeinschaft Dorfhainer SV / SV Hermsdorf – den Tabellenvierten! – und gleichzeitiger Schützenhilfe fremder Füße könnte der Klassenerhalt noch gelingen.
Doch siehe da, zum ersten Male in dieser Saison konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Das gesamte Aufgebot stand bereit, und der Wind, der durch die Tannen unseres Waldstadions pfiff, flüsterte Mut und Hoffnung.
Die Unseren begannen mutig, kampfeslustig und entschlossen, doch die Gäste zeigten sogleich, weshalb sie dort oben in der Tabelle thronen. Immer wieder wussten sie das Zentrum zu durchdringen, kombinierten sicher, kamen zu Gelegenheiten – doch unser Hüter des Tores, T. Hering, hielt wie ein Löwe mit eiserner Faust.
Ein Foulspiel an T. May im Strafraum ließ kurz darauf das Pfeifen des Referees ertönen – Strafstoß! Doch ach, Fortuna wandte ihr Angesicht ab: Der gegnerische Torwart erriet die Ecke und parierte den Schuss mit starker Hand.
Kurz vor dem Pausenpfiff dann das Malheur: Ein Freistoß der Gäste, aus schätzungsweise 25 Metern Entfernung, seitlich versetzt – Unordnung und Ratlosigkeit in unserer Hintermannschaft, ein kurzer Schlafmoment, und schon zappelte das Leder in unserem Gehäuse. 0:1 – ein Rückschlag zur Unzeit.
Wir wussten: Ein einziges Tor musste her, um Hoffnung zu wahren. Doch der Blick in die Annalen zeigte, dass unsere Offensive in der Rückrunde ein Schatten ihrer selbst gewesen war – sechs Tore in elf Spielen sprachen Bände. Dennoch: Kapitulation war keine Option.
In der 77. Minute kam dann das ersehnte Aufbäumen: Der eingewechselte A. Tesch wurde im gegnerischen Strafraum unsanft gelegt – erneut ertönte der Pfiff, erneut Elfmeter! K. Rückschloss trat an… und verwandelte. Nicht schön. Nicht souverän. Aber gültig! 1:1 – ein zarter Lichtstrahl in dunkler Nacht.
Mit eisernem Willen verteidigten die Unseren dieses Unentschieden bis zum Schlusspfiff. Dann, Stille. Bangen. Warten. Blick auf andere Spielorte. Hatte es gereicht?
Und ja, es hatte! Der VfL Pirna-Copitz II. besiegte den Höckendorfer FV mit 3:2, und ein Sportgerichtsurteil gegen ebendiese Höckendorfer bescherte uns letztlich den rettenden 10. Rang. Der Abstieg – abgewendet im letzten Moment!
So standen wir da, müde, aber froh, und durften einen kleinen Triumph feiern. Der Klassenerhalt war geschafft – durch Kampf, Wille und ein wenig Fügung des Schicksals.
Im Namen des gesamten Teams danken wir allen Unterstützern, Fans und Sponsoren, die uns durch dieses schwere Jahr getragen haben. Möge die nächste Saison eine bessere werden. Doch diesen Tag, diesen finalen Kampf im Waldstadion, werden wir so bald nicht vergessen.
